Sonntag, 25. April 2010

Urbandori - larix kämpferii aus einer alten Hecke

Mit Dietmar zusammen habe ich bereits im letzten Frühjah die Hälfte einer alten Hecke, bestehend aus ca. 55 Jahre alten Lärchen ausgemacht.

Der größte Teil der Lärchen, die Dietmar mitgenahm, hat leider nicht überlebt. Die alten Bäume standen dichtgedrängt als Hecke in trockenem Sandboden. Entsprechend schlecht ausgebildet war das Wurzelwerk. Lediglich im Außenbereich zeigten die immer wieder zurückgeschnittenen Lärchen Grün, innen waren sie völlig verkahlt mit viel Totholz. Dennoch haben wir uns die Arbeit gerne gemacht, denn wo findet man sonst schon die Gelegenhei, an der derart alte niedrige Lärchen zu kommen. 

In diesem Frühjahr haben wir die zweite Hälfte der Bäume ausgegraben und sind dabei in der Auswahl rigoroser vorgegangen. Nur die Bäume mit den besseren Wurzeln haben wir mitgenommen - Dietmar 9 Bäume und ich habe mir 4 ausgesucht...das reicht erstmal....

hoffentlich überleben die Lärchen, schöne Bunjingis mit viel Totholz zum carven sollen daraus entstehen...




einen Teil der Bäume habe ich zum Schutz vor zuviel Verdunstung über das junge Blattwerk für die Anfangszeit in Folie eingepackt....

Frühlingseindrücke - Yamadoris 2010

Die Yamadoris aus diesem Winter und beginnenden Frühjahr zeigen zum Großteil nur das Grundgerüst der bonsais...die Verzeigung der Bäume muß nun über Jahre aufgebaut werden...erfreulicherweise zeigen einige Bäume mit zahlreichen Blattknospen, dass sie angegangen sind!

Quercus robur, yamadori Februar 2010



Quercus robur - Februar 2010
Ouercus robur - yamadori Februar 2010, beginnt an den Spitzen bereits auszutreiben
Ulmus minor-shohin size mit Blattknospen, yamadori März 2010
Ulmus minor - Feldulme mit frischen Blattknopsen, yamadori märz 2010

Acer campestre - Feldahorn beginnt Blattknospen zu treiben, yamadori März 2010

Fagus sylvatica, yamadori März 2010 

Erika aus dem Moor, yamadori März 2010

Update: El ojo de la hada - taxus baccata


Die taxus baccata "el ojo de la hada" von Wolfgang Käflein im letzten Oktober 2009 mitgebracht
Die Eibe hat den letzten Winter draußen, in der Yamadori-Ecke an der Hauswand eingepflanzt, gut überstanden und zeigt sich jetzt im Frühjahr üppig voller Knospen.
Die ersten Gestaltungsschritte - auslichten etc. stehen nun an....

Update: forest with larix kämpferii-mame

Lärchenhochalm mit mames larix kämpferii gepflanzt Winter 2008, Frühjahrsaustrieb 2009

Kleine Lärchenhochalm Frühjahr 2010: Die Felsenplatte verbringt den Winter aufgrund ihrer Größe draußen. Die mames haben den letzten eisigen Winter gut überstanden (im strengsten Frost mit Noppenfolie geschützt) wie man sieht. Allmählich entwickeln sich die kleinen Bäume und es beginnt der Eindruck einer Lärchenansammlung im Gebirge zu entstehen...








Forest with betula pubescens

Heute habe ich bei wunderbarem Frühlingswetter einige mames betula pubescens/ Moorbirken-Yamadoris 2008 zu einem kleinen Birkenhain auf einer Felsenplatte zusammengestellt. Sie haben sich in den 2 Jahren Übergangszeit im Pflanzkasten gut entwickelt und durch mehrfachen Rückschnitt weiter verzweigt sowie im Stammumfang zugenommen.

Es war nicht so einfach, den Eindruck eines lockeren Birkenhains zu erreichen. Da die Bäumchen von gleicher Größe sind, war Tiefenwirkung nicht durch unterschiedliche Baumgrößen zu erzielen. Zudem schaut man von oben auf ein zu dichtes Blätterdach, wenn man die Birken  enger pflanzt, dh. "man sähe den Wald vor lauter Bäumen nicht". Ich habe daher eine lockere Reihung aus 13 Birkenbevorzugt. 








Sonntag, 21. Februar 2010

Tanuki again

Mein erster Tanuki mit juniperus chinensis hatte am Stammansatz leider Birnengitterrost. Den Ast hatte ich zwar vollständig entfernt, konnte aber nicht sicher sein, wie weit sich der BGR noch in der Pflanze ausbreitet. Da es sich um mein erstes Tanuki-Projekt handelt und ich noch dazu eine so wunderbare Tanuki-Wurzel hatte, wollte ich auf jeden Fall eine gute Ausgangsbasis schaffen. Also alles wieder rückgängig machen und einen neuen Versuch wagen - diesmal mit einem BGR-resistenten jungen juniperus chin. var. blaaws. Die Fräsbahnen in der Wacholderwurzel haben wir grundsätzlich wiederverwendet, lediglich stellenweise erweitert, da die Ruten der neuen Pflanze kräftiger und zudem zahlreicher sind.

Ansonsten gingen wir schrittweise genauso vor wie beim ersten Mal - nun hatte ich ja Übung ;-).

Zum Schutz vor Feuchtigkeit und für die bessere Standfestigkeit der Wurzel habe ich Felsauflagen als oberflächliches Fundament über dem Lavasplit genutzt.

Die langen Ruten wurden vorsichtig gedrahtet und in eine erste Grundgestaltung gebracht. Ansonsten soll der juniperus sich nun erstmal über Jahre gut in die Wurzel einwachsen. Jetzt heißt es abwarten und betreuen.







 

Felsauflagen zur Unterstützung 




Vorderseite 
Rückseite 
 Seitenansichten 

Freitag, 1. Januar 2010

Tanuki



Der Tanuki/juniperus chinensis ist nun  eingepflanzt in Lavasplit, gemischt mit einem Teil Spagnum. In der flachen Trainingsschale hat das Arrangement genügend Platz zum weiteren anwachsen und setzt hoffentlich viele neue Wurzeln. Der Tanuki berührt nur zu einem sehr kleinen Teil die Lava, so dass wenig Verbindung zur Feuchtigkeit beim Gießen besteht. Das dient hoffentlich dazu, dass das Holz noch lange Bestand hat. Jetzt heißt es warten!